Lopine02 - Schuldig weil er jemanden erschreckt hat

LOPINE – Robin Kunzmann: Superigel, Superfliege und andere Wesen

Die Monster von LOPINE (bürgerlicher Name: Robin Kunzmann) haben schon einen gewissen Charme. Man möchte sie einfach allesamt gern haben, knuddeln und vielleicht sogar mit ihnen spielen. Schade, dass sie nur “auf dem Papier” existieren … meine Sympathie haben sie in jedem Fall.

Der in Hamburg lebende Illustrator hat sich bereit erklärt, mir ein wenig Rede und Antwort zu stehen.

Interview mit Robin LOPINE Kunzmann

Robin LOPINE Kunzmann

Als Erstes fällt einem natürlich sofort dein Künstlername auf: LOPINE. Auf deiner Website erfährt man, dass es sich um deinen hawaiianischen Taufnamen handelt. Welche Erklärung gibt es dafür, einen hawaiianischen Taufnamen zu besitzen?

Robin: Den hawaiianischen Taufnamen habe ich, weil ich 1980 auf Hawaii getauft worden bin. Damals wollten wir, meine Mutter, meine Schwester und ich, auswandern. Wir mussten aber leider nach 6 Monaten die Inseln wieder verlassen. Meine Mutter hatte bereits vorher schon 10 Jahre und später noch weitere 12 Jahre dort gelebt. Somit habe ich sie sehr oft besuchen können.

Lopine ist übrigens die Kurzform von Lopikaner und bedeutet Rotkehlchen, also Robin. Das ist also die englische Übersetzung von Robin in die hawaiianische Sprache.

Was mich brennend interessiert, da du auf deiner Website leider so wenig über dich preisgibst: Bist du freiberuflicher Illustrator oder in Festanstellung?

Robin: Ich bin seit 10 Jahren als Art Director in fester Anstellung und arbeite als Packungs-Designer. Ich komme nur morgens von 7:00 bis 8:00 Uhr und manchmal abends dazu, den digitalen Pinsel zu schwingen. Und das Wochenende habe ich natürlich auch noch.

Dann ist “LOPINE” ein Hobby?

Robin: LOPINE mache ich einfach nur just4fun, weil ich Lust dazu habe. Es ist aber ein wichtiger Bestandteil meines Lebens und momentan nur durch die Tatsache, dass dieser Lebensbereich auf die Freizeit beschränkt ist, ein Hobby. Ich hoffe aber, dass es sich in der Zukunft einmal ändern wird. Quasi das Hobby zum Beruf machen.

Was deine künstlerische Arbeit anbelangt … Wie lange machst du diese Art der Illustration schon?

Robin: Ich zeichne und male schon, seit ich klein bin. Ob Comic, Graffiti, klassische Malerei, Copics, … ich habe fast alles ausprobiert. 2005 habe ich dann das Grafiktablett von Wacom kennengelernt. Ich war sofort begeistert, obwohl ich mich erst daran gewöhnen musste, dass die Übersetzung nicht so direkt ist, wie das analoge Arbeiten. Man sieht halt nicht dort hin, wo man den Stift führt. Ich liebe es bis heute und komme kaum einen Tag ohne das digitale Malen aus. Ich benutze für meine Arbeiten sowohl Photoshop als auch Corel Painter. Wobei Painter mein Lieblings-Programm ist, weil es eine bessere Simulation von natürlichen Medien wie z.B. Öl oder Aquarell bietet.

Dann drängt sich mir die Frage auf, ob du eine Ausbildung absolviert hast?

Robin: Ich habe Grafik-Design an der Kunstschule Alsterdamm in Hamburg studiert.

Woher nimmst du deine Bildideen?

Robin: Meine Bildideen entstehen auf sehr unterschiedlicher Art und Weise. Ich habe recht viele Illustrationsbücher aus den unterschiedlichsten Ländern und stöbere gerne im Internet. Ich sehe oft Dinge, die ein normaler Mensch übersieht. In Strukturen erkenne ich Formen und Figuren. Ich arbeite aber auch gerne nach dem Zufalls-Prinzip. Ich male einfach mit einem Strich, ohne abzusetzen ein Muster auf das Papier und entdecke Figuren oder Formen. Das geht natürlich auch mit Flächen.

Wie bist du darauf gekommen, solche Monster bzw. Wesen dieser Art zu zeichnen?

Robin: Die Monster mache ich, weil sie mir Spaß machen und ich die Reaktion der Menschen, die die Monster sehen, gerne erlebe. Früher habe ich mehr düstere Bildmotive oder Porträts gemalt. Da haben die Leute nicht so reagiert.

Was hat dich daran gereizt, Audrey Hepburn zu illustrieren?

Robin: Audrey Hepburn habe ich gemalt, weil sie eine tolle Frau war und mich sehr an meine Mutter erinnert.

Audrey Hepburn by LOPINE

Und was hat es mit dem WC-Monster auf sich?

Robin: WC-Monster habe ich gemalt, weil ich ein Bild hinter meiner WC-Tür brauchte. Immer wenn jemand auf dem Topf ist, kann man das Monster sehen. Sonst verdeckt die Tür das Bild.

WC-Monster by LOPINE

Die übliche Klischee-Frage … Hast du berühmte Vorbilder, die dich inspirieren?

Robin: Die Welt ist voller Vorbilder. Toll finde ich u.a. Lois van Baarle http://loish.net oder Matt Dixon mattdixon.co.uk

Hattest du schon Publikationen deiner Illustrationen?

Robin:  Ja, einige Veröffentlichungen habe ich in Magazinen wie Painter the official Magazine oder 2dArtist gehabt.

Kann man deine Bilder kaufen?

Robin: Kaufen kann man jedes Bild von mir als Ausdruck oder in alten antiken Rahmen. Zwischen den Bildern und den Rahmen entsteht ein Kontrast, der mir sehr gefällt. Die antiken Rahmen heben auch die Kühle der digitalen Drucke auf. Wer jetzt schon ein Bild haben möchte, kann mir gerne eine Mail schreiben. Die nächste Ausstellung mit Verkauf findet am 19.05.2012 in Hamburg statt. Infos bekommt man auf facebook bei „Der kleine Dachladen“ unter: https://www.facebook.com/derkleinedachladen

Ein Online-Shop ist übrigens schon in der Planung.

Wer bucht dich? Hast du schon Aufträge für deine Illustrationen?

Robin: Momentan buchen mich hauptsächlich Freunde und Bekannte, die ich gerne mit meinen Bildern unterstütze, also Porträts, Geburtstagsbilder oder zur Hochzeit.  Ich bin aber für jegliche Projektarbeiten offen. Zurzeit male ich für eine DJ-Plattform in Berlin ein Monster am Mischpult für deren Internetseite.

Wie sehen deine Zukunftspläne aus? Was erwartet uns noch von Robin LOPINE Kunzmann?

Robin: In der Zukunft hätte ich gerne ein Gemeinschafts-Büro mit vielen kreativen Köpfen und würde gerne mit meinen Bildern Geld verdienen. Oder ein Café mit meiner Freundin, in dem ich dann meine Bilder ausstellen kann, wäre auch nicht schlecht. Eine Schule für digitales Malen könnte ich mir auch vorstellen. Ich hoffe, eine der Ideen wird in Erfüllung gehen.

Ich danke dir für den Blick hinter deine Kulissen und wünsche dir viel Erfolg.

 

Kleine Monster-Auswahl

Lopine13

Lopine34 - Monstermops

Lopine20

Lopine29

Superigel vs. Mini Aliens

Mushroom Police

Lopine22 - Me, myself an i

Superfly

Lopine44

Eine kleine Auswahl der künstlerischen Bandbreite

18

Lopine10

Doodles-10

Kostenlose Piercings

Astra Urtyp

 

Über Robin Kunzmann

Portrait Robin Kunzmann

Die kleinen Monster sind das Ergebnis seiner größten Leidenschaften: Malen, Zeichnen und Illustrieren. Robin Kunzmann entwickelt jederzeit auch im Auftrag und nach Kundenwunsch andere Welten mit fantastischen Wesen. Auf seinem Online-Portfolio kann man sich neben noch weiteren Monster-Illustrationen auch noch seine “Doodles” (Skizzen) und “Paintings” (Malerei/Gemälde) ansehen. Einfach mal dort auf Entdeckungsreise gehen. Neben seinen Illustrationen malt Robin Kunzmann digitale Porträts, die sich ebenfalls sehen lassen können.

zur Website von Robin Kunzmann

 

 

Fazit

Die Monster von Robin Kunzmann besitzen echten Wiedererkennungswert. Ich bin mir sicher, dass man künftig noch einige sehen wird. Viel Erfolg weiterhin und noch ganz viele Ideen für neue Kreaturen, die sich wirklich sehen lassen können. Endlich mal wieder Bilder, bei denen es mir total Spaß macht, diese zu betrachten.

 

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